Als erstes fahren wir zu einem Ende des 19. Jh. errichteten Schloss. Der Erbauer hatte zwar einen tollen Platz für sein Schloss samt Garten gefunden, dafür aber mit seinen drei Ehefrauen weniger Glück gehabt und beging letztlich Selbstmord. Geblieben ist ein nettes Schloss in einem wunderschönen Park hoch über dem Hafen von Dunedin, dass nunmehr als Hotel, Cafe und Filmkulisse genutzt wird.
Am Nachmittag steht dann noch die Besichtigung des Royal Albatros Center auf unserem Programm. Nach einer wirklich interessanten Einführung, bei der wir viel über die 22 Albatrosarten erfahren. Die Tiere bekommen bis zu 3 m Flügelspannweite, werden rund 9 bis 11 kg schwer und verbringen 80 % ihres Lebens über dem Ozean und kommen nur zur Paarung und Brutpflege an Land. Hinter einer Glaswand können wir Bruttiere, Jungvögel und einige gleitende Alttiere beobachten, die ohne einen einzigen Flügelschlag stundenlang über der Kolonie kreisen. An einem Tag können diese Vögel bis zu 1.000 km weit gleiten und wenn sie nur rasch zum Lunch fliegen und nach drei Tagen wieder am Nest sind, haben sie meist mehr als 2.000 Flugkilometer hinter sich.
Bei der Rückfahrt nach Dunedin bekommt die Wettervorhersage doch noch recht – es schüttet – aber das kann uns im geheizten Camper bei Gemüsepfanne, frischem Meeresfisch und einem sehr guten Glas neuseeländischen Sauvignon Blanc wirklich nichts mehr anhaben.
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