Nach einer Nacht im Dauererregen, machen wir am nächsten Morgen einen Bummel durch Queenstown. Hier gibt es an jeder Ecke Nervenkitzel zu kaufen – ob Bungee Jumping (wurde hier übrigens erfunden), Shotover Canyon Swing (= 109 m lange Seilschaukel mit bis zu 150 km/h quer durch eine Schlucht) Wildwasserrafting, Riversurfing, Skydiving, Jetboat, Canyoning, Drachengleitschirmfliegen, Fallschirmspringen und natürlich auch Mountainbiken – hier bekommt jeder seinen Adrenalinkick. Beate hat zwar am Vortag schon ein bisschen Fliegen geübt, doch „leider“ ließ unsere inzwischen arg geschrumpfte Reisekasse keinen dieser teuren Kicks mehr zu. Nachdem uns schon beim Zusehen schauderte, fuhren wir ins neue Cromwell weiter (das alte liegt am Grund des Stausees) und besichtigten das riesige Wasserkraftwerk von Clyde (versorgt die halbe Südinsel ganzjährig mit Strom). Am Weg nach Dunedin machen wir noch an einer Hirschfarm halt und finden bei einem Obst Ab Hof Verkauf neben herrlichen Früchten eine tolle neue Geschäftsidee (bleibt aber vorerst Betriebsgeheimnis).
Dienstag, 8. Februar 2011
Im Hochland der Südinsel unterwegs
Nach einigen Stunden am Strand von Lake Wanaka, wo trotz gegenteiliger Wetterprognose die Sonne angenehm wärmend am Himmel stand und der Regen in Sichtweite auf der anderen Seite des Sees niederging, machten wir uns auf den Weg – weiter nach Süden – nach Queenstown. Unterwegs begegnet uns eine Oldtimerrally mit wirklich alten Modellen, die eine extrem steile Auffahrt gleich nach Queenstown erfolgreich bewältigt haben. Die Neuseeländer haben ein Fabel für alte Autos, die liebevoll restauriert werden. Nicht nur die Autos allerlei technische Utensilien finden nach der eigentlichen Nutzungsdauer eine weitere Verwendung – ganz oder filetiert. Es wird nichts weggeworfen, sondern sicherheitshalber irgendwo in der Landschaft deponiert – man kann ja nie wissen. Der alte Autobus wird zum Schafstall und auch den alten Traktor kann man noch zum hochziehen von Schiffen aus der Marina verwenden. Die neuseeländischen Bauern haben übrigens den Ruf besonders geschickt beim reparieren zu sein und mit einem Stück „wire No. 8“ (= jener Draht, der für Zäunungen verwendet wird) alles wieder in Gang setzen können. Übrigens wird hier auch noch genäht, jedenfalls gibt es in jedem Nest ein Nähmaschinengeschäft samt Stoffen und Nähzubehör.
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