Mit Santa Barbara stand nach Hollywood und Berverly Hills gleich der nächste kalifornische Hot Spot der „Reichen und Schönen“ am Programm. Die Stadt liegt rund 150 km nördlich von Los Angeles an der Küste und sowohl die Lage als auch Gebäude- und Geschäftsausstattung erlauben durchaus einen Vergleich mit der Côte d’Azur in Frankreich.
Im Gegensatz zum Rodeo Drive in Beverly Hills, wo wir die Geschäfte nur von außen betrachteten, gingen wir in Santa Barbara richtig shoppen – und das nicht nur wegen der schicken Mode und des schwachen US-Dollars (Markenjeans kosten für uns derzeit rund 40 €) – uns ist einfach kalt und wir brauchten dringend wärmere Kleidung. Nach den außergewöhnlichen Regenfällen in Australien und Neuseeland, den Cyclons in Queensland und Fiji erleben wir derzeit die nächste Wetterkapriole – für Morgen ist Schnee bis Südkalifornien angesagt – eine Extremsituation für diese Region, die es laut Wetterkommentatoren in dieser Gegend in den letzten 30 Jahren nicht mehr gegeben hat. Was für uns nur unangenehm ist (für die nächsten Tage können wir den Fotoapparat einpacken) ist für die Bauern hier eine Katastrophe. Die meisten Obstkulturen stehen nämlich gerade in Vollblüte (und da es hier keine Frostberegnungen gibt und die Bienen bei Minus Graden auch nicht fliegen, ist mit einer schlechten Befruchtung zu rechnen), die Gemüseernte muss weitgehend eingestellt werden und auch die Aussaat der nächsten Saatstufen kann nicht erfolgen. Wir werden die Regen- und Schneepause jedenfalls für Uploads nutzen – die teilweise wirklich atemberaubenden Bilder vom Big Sur (Teil des Highway 1 entlang der Pazifikküste) und von Monterey wollen wir unbedingt noch ins Netz stellen und auch die Farmer Special von Neuseeland möchte ich komplettieren. Ab Sonntag sollte das Wetter dann wieder besser werden und wir hoffen, dann noch einige weitere Frühlingstage hier erleben zu können. Die Blütenpracht der Obstkulturen, das frische Grün der Wiesen, das Blütenmeer an den Südhängen und die in allen Farben blühenden Gärten in den Städten.
Aber zurück zu Santa Barbara, die Stadt ist wirklich sehr lebenswert und in der Marina stehen unzählige Segelboote und Jachten. Am Nachmittag besuchten wir dann noch den Farmers Market auf der State Street (= Hauptstraße von Santa Barbara), kauften uns frische Erdbeeren, Mandarinen und Orangen von den zahlreichen „Organic farmers“ die hier ihre Produkte verkaufen. Einmal mehr fällt uns auf, dass Kalifornien in Bezug auf „Öko“, „Bio“ und Umweltstandards das mit Abstand weitest entwickelte Land unserer Reise ist – mit Ausnahme von Kambodscha natürlich, aber dort fehlen einfach die Devisen zum Kauf von Pestiziden und Mineraldünger.
Am Abend fuhren wir dann noch nach Morro Bay (liegt auf der halben Strecke zwischen Los Angeles und San Francisco), wo ich am nächsten Morgen einen tollen Strandlauf genießen konnte.
PS: nach dem wir uns um Edi Guzy und seine Familie, die wir vor knapp zwei Wochen in Christchurch besuchten, richtige Sorgen wegen des schweren Erdbebens dort gemacht haben, hier noch ein Ausschnitt eines E-Mails, das wir heute von ihm erhalten haben.
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