Heute laufen leider nur die sehr traurigen Berichte über die vielen Flutopfer in Queensland über den Screen. Die Bilder zeigen viele Orte, in denen wir vor drei Wochen noch unbeschwert herumreisten und die jetzt in den Fluten versinken und zum Teil ganz zerstört wurden. Auch unser Hotel im Zentrum von Brisbane steht derzeit 2 m unter Wasser. Angesichts dieser Bilder sind wir jedenfalls sehr froh, im Dauerregen hier in Melbourne nur von oben nass zu werden. In den letzten drei Tage hat es hier rund 120 mm Niederschlag geregnet – und die kurzen sonnigen Augenblicke nutzten wir natürlich zum Fotografieren.
Im Zentrum liegen die großen Einkaufsstraßen, Verwaltungsgebäude und unzählige nette Cafes. Neben den breiten, von Alleen gesäumten Straßen gibt es viele kleine Gässchen die ebenfalls sehr belebt sind. In Melbourne befinden sich die größten Kathedralen des Landes und die weitläufigen Parks reichen bis in die Innenstadt. Ebenso die riesigen Sportstadien – u.a. die Rod Lever Arena, in der gerade das Grand Slam Australian Open Tennisturnier gespielt wird - Jürgen Melzer lief mir aber nicht über den Weg.
Gestern machten wir einen Busausflug zur Pinguin Parade nach Phillip Island. Trotzdem wir so richtige Massentouristenziele angefahren sind (die allabendliche Parade der kleinen Pinguine sehen rund 1,5 Mio. Menschen por Jahr!!!), hatten wir unseren Spaß. Die rund 35 cm großen Tiere fischen tagsüber im Meer und kommen bei Einbruch der Dunkelheit an den Strand, watscheln dann bis zu 1,5 km bergauf zu ihren caves (=kleine Erdlöcher) und füttern dort die auf sie wartenden Jungtiere. Derzeit gibt es rund 60.000 Pinguine auf der Insel und ca. 1.500 davon watschelten - wenige Meter entfernt – an uns vorbei. Sehr froh waren wir auch, dass wir die Rückfahrt ins rund 140 Kilometer entfernte Melbourne - um Mitternacht, bei sintflutartigem Dauerregen – erste Reihe fußfrei hinter dem Chauffeur genießen konnten.

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