Freitag, 21. Januar 2011

Im Kiwiland

Gleich in der Früh stand eine ordentliche Bergwertung am Programm. Um an die tollen Strände an der Ostseite der Coromandel Peninsula zu kommen, muss man über die Coromandel Range – am tollen Look Out ist man bereits auf knapp 600 m über dem Meer. An der Ostseite der Range stauen sich die Regenwolken die vom Pazifik hereinkommen – es wird immer grüner – kein Wunder bei mehr als 2.000 mm Niederschlag pro Jahr. Im 19. JH wurden die großen Kauriwälder für den Schiffsbau abgeholzt und die Coromandel Range präsentiert sich derzeit als einzige große Weidefläche. In einigen Teilen laufen bereits große Wiederaufforstungsprogramme.
Die Weiden sind in dieser Gegend mit so hohen Viehdichten bestoßen wie kaum sonst wo auf der Welt. Die Produktionskosten für einen Liter Milch liegen bei nur 0,17 €. In keinem entwickelten Land der Welt kann man billiger Milch produzieren, denn die Kühe stehen das ganze Jahr auf der Weide und kommen nur zum Melken zu den Höfen. Neben den niedrigen Kosten hat Neuseeland einen weiteren Wettbewerbsvorteil – die Nähe zum riesigen und noch dazu rasch wachsenden asiatischen Markt. Allerdings müssen die Bauern in Neuseeland seit der letzten großen Agrarreform ganz ohne staatliche Beihilfen auskommen – in diese Richtung geht ja auch die nächste Reform der europäischen Agrarpolitik – als Milchbauer kann man von den Neuseeländern jedenfalls einiges lernen.
Neben einigen tollen Stränden – auf denen Beate Unmengen von großen und wirklich schönen Muscheln fand – besuchten wir auch mehrere Kiwi Plantagen in der Bay of Plenty. Ohne Windschutz geht bei der Kiwiproduktion gar nichts. Erst wenn die Anlagen eine wirksame Höhe erreicht haben, können die Kiwistöcke ausgepflanzt werden. Die Kiwi baumeln  wie im Schlaraffenland an den Fruchttrieben, aber leider ist derzeit noch nicht Erntesaison und wir müssen mit den Kiwis aus den USA im Supermarkt vorlieb nehmen.
Am Abend wanderten wir noch zur Cathedral Cove und konnten dort ganz unbeschwert im Meer baden.









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