70 km außerhalb von Ho Chi Minh City befinden sich die legendären Tunnelanlagen von Cu Chi. Diese Tunnelanlagen verbinden unter anderem Saigon mit der 70 km entfernten kambodschanischen Grenze und dem dort verlaufenden Ho Chi Minh Pfad. Über diese Route konnten die Vietkong ihreWaffen und Ausrüstungen von Nordvietnam nach Süden in die Kampfgebiete transportieren.Im Vietnamkrieg waren die Tunnel der entscheidende Schlüssel im Guerillakrieg und trugen wesentlich zum Sieg über die Amerikaner bei. Das gesamte Tunnelsystem ist geschätzte 200 km lang und wurde mit der Hand von den Bauern gegraben. Die Menschen führten ein „normales“ Leben in diesen Anlagen- es gab Küchen, Gemeinschaftsräume und Krankenanstalten. Das Tunnelsystem ist extrem klein gegraben, da die vietnamesische Bevölkerung sehr klein und zart ist. Die Amerikaner hatten somit Probleme in diese Tunnelanlagen einzudringen. Pauli hat`s mit Anleitung auch wieder aus einem dieser Eingänge an die Oberfläche geschafft. Für die westlichen Besucher wurde jetzt ein kurzes Stück etwas vergrößert und man kann es verschieden lange begehen (20m, 40m und 100m). Nach 20m habe ich die Flucht ergriffen- es ist extrem heiß und eng in diesem System. Rund um die Anlage gab es natürliche die verschiedensten grausamen Fallensystem. Es ist für uns sehr beeindruckend gewesen mit welch relativ einfachen Mitteln eine gut aufgerüstete Armee geschlagen werden kann- wenn es einen äußeren Feind gibt. Am Nachmittag haben wir dann noch die Sehenswürdigkeiten von Saigon besucht. Hier gibt es ebenfalls viel Zeitgeschichte zu sehen. Zum Beispiel den Wiedervereinigungspalast. 1975 rollten hier die Panzer der Nordvietnamesen über die Tore hinweg und leiteten die Wiedervereinigung von Nord- und Südvietnam ein. Wir sagten das Wasserpuppentheater am Abend ab und gönnten uns dafür ein richtig gutes Abendessen. Um 2 h 45 in der Nacht ist Tagwache und wir fliegen um 6 h weiter nach Hongkong.
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