Mittwoch, 2. Februar 2011

Vom Vogelparadies zum Weinparadies des Marlborough Sound

Den Tag starten wir mit einer ausgiebigen Wanderung durch das Vogelschutzgebiet von Motueka. Beate findet jede Menge riesiger Muscheln und ich entdecke einen gestrandeten Hai, dem ich lebend im Wasser nicht hätte begegnen wollen. Von den unzähligen Wasservögeln ist besonders eine Schnepfenart (Bar Tailed Godwit) zu erwähnen, die von Alaska 11.000 km Nonstop in 7 Tagen herfliegt und in ihrem Leben die unglaubliche Strecke von über 600.000 km zurücklegt.
Am Nachmittag fahren wir dann nach Blenheim in der Marlborough Region, dem größten geschlossenen Weinbaugebiet der südlichen Hemisphäre. Vor 35 Jahren wurde hier mit dem Weinbau begonnen und die ehemaligen Milchbauern verwendeten ihre Milchtanks aus Stahl mit Kühlsystem gleich zur Weingärung und Lagerung. Das System der gesteuerten Vergärung wurde bekanntlich nicht in Europa sondern hier in der New World Region des Weinbaus (Australien, Neuseeland, Kalifornien) entwickelt und hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten auch in den Spitzenweingütern Europas etabliert.
Heute befinden sich die meisten großen Weingüter hier (mit jeweils mehr als 1.000 ha Rebfläche) im Besitz großer französischer Wein und/oder Markenartikelfirmen. Eines der kleineren Weingüter im Familienbesitz (40 ha Rebfläche und 40 ha Traubenzukauf) haben wir dann besucht – die Hauptsorten Sauvignon Blanc, Chardoney, Riesling, Gewürztraminer (wird hier so richtig lustig ausgesprochen „jewurdsdraminer“) und Pinot Gris sind wirklich ganz hervorragend.

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